Esprit Eurêka – auf den Spuren der Erfinder und Erfinderinnen
Ein französisch-deutsches eTwinning-Projekt
Die Französischgruppe im vertiefenden Wahlpflichtfach in Wien und eine Gruppe von gleichaltrigen Schüler/innen aus La Réunion, die Deutsch lernen, setzen sich gemeinsam in der Fremdsprache und der Muttersprache mit allerlei Erfindungen und typischen Spezialitäten des eigenen und des Partnerlands auseinander. Mit spielerischen Aktivitäten lernen sie sich zunächst gegenseitig kennen und stellen einander verschiedene Aufgaben. Anschließend werden Themen wie moderne Erfindungen, Erfindungen und Spezialitäten des eigenen Landes präsentiert und dabei in gemischten Zweiergruppen gearbeitet. Diese Themen werden mit unterschiedlichen Tools aufbereitet. Es gibt Videos, Wortwolken, Googledocs, Padlets, usw.

Wortwolke der französischen Schüler/innen

Erfindungen der Wiener Schüler/innen
Zur Weihnachtszeit machte unsere Gruppe einen Ausflug in die Wiener Innenstadt, wo wir einerseits mit Fotos und einem Video die weihnachtliche Stimmung auf den Christkindlmärkten einfingen. Andererseits hatten sich die Schüler/innen entweder einzeln, in Zweier- oder Dreiergruppen auf Erfindungen und Spezialitäten vorbereitet, die sie dann an Ort und Stelle präsentierten. So wurde zum Beispiel von Philipp der Erfinder der Schiffsschraube Ressel im Resselpark vorgestellt, von Anna, Julika und Sarah die Sachertorte vor dem Hotel Sacher, von Melike, Petra und Selma die Mannersprezialitäten und von Ben der Christkindlmarkt am Rathausplatz.
Wir schrieben uns dann noch gegenseitig Weihnachtskarten, die leider erst im Jänner ankamen. Trotzdem war die Freude groß.
Während sich die Schulen noch mit diversen Erfindungen im eigenen Land auseinandersetzten (z.B. das Wiener Schnitzel) kam es in Frankreich mit den Gilets Jaunes zu beträchtlichen Unruhen. Wir wussten natürlich von dieser Bewegung, hatten aber keine Ahnung, dass dies auch auf La Réunion zu großen Konsequenzen und Einschnitten führte. So gab es Blockaden, die Supermärkte wurden nicht beliefert und die Schulen waren für viele Schüler/innen und Lehrer/innen nicht erreichbar und für mehrere Wochen gab es keinen Unterricht. Die französische Lehrerin Isabel Baumann machte ein eigenes Padlet zu diesem Thema und ließ ihre Schüler/innen erklären, was sich da abspielte. So konnten wir die Ereignisse hautnah mitverfolgen.
Eine der nächsten Aktivitäten war, in Form von einem Rätsel Erfindungen vorzustellen. Julika, Anna und Sarah haben in einem Video auf Deutsch eine Erfindung (das Kreuzfahrtschiff) umschrieben, die von den Partner/innen erraten werden musste. Das hat den Partnerschüler/innen so gut gefallen, dass sie uns ähnliche Videos auf Französisch schickten, wo wir raten mussten. Wir bekamen auch Videos, in denen Schüler/innen Obstsorten und Pflanzen beschrieben, die bei uns nicht bekannt waren. Auch hier gab es Fragen, die wir beantworteten.
Gegen Ende des Projekts wurden die Schüler/innen zuletzt selbst zum Erfinder/zur Erfinderin und präsentieren sie in fantasievollen Werbevideos. Anna und Sarah erfanden das „Poudre magique“, das aus Zeichnungen Wirklichkeit machen kann. Philipp und Ben einen Stift, den „Easybeam“, der es erlaubt, sich in einem bestimmten Umkreis zu teleportieren und Melika, Petra und Selma erfanden eine „Pommade“, die es für verschiedene schulische Gegenstände gibt und die beim Auftragen bewirkt, dass man in einem Gegenstand für genau 9 Minuten allwissend ist.
Als Endprodukt wird gerade gemeinsam an einer Internet-Zeitschrift gearbeitet, in der die wichtigsten Schritte und Produkte des Projekts zu sehen sein werden.